Willkommen MacBook Pro
Nachdem ich Good Bye zum Vista gesagt habe muss natürlich auch was Neues her. Aber was soll es sein? Der Rückschritt zu XP ist in meinen Augen unangebracht und ich denk ich würde den “Luxus” den Vista geboten hat schnell vermissen. Von Linux und seinen Derivaten halte ich auf dem Desktop persönlich noch nicht so viel. Sicherlich ist Linux ein leistungsfähiges Betriebssystem und ich will es auf keinen Fall schlecht machen. Es ist lediglich nicht das was ich für mein alltägliches Arbeiten suche.
Linux bietet glaub ich unendlich Möglichkeiten sein System zu spezialisieren, konfigurieren und eventuelle Fehler zu beheben. Aber jede Medaille hat seine Schattenseite und so muss man sich eben viel mit dem System beschäftigen, lesen und einarbeiten. Wer das einmal hinter sich hat erhält dafür ein System ganz nach seinen Wünschen. Wenn man sich ab und zu mit eingefleischten Linux-Usern unterhält und aufmerksam zuhört kann man davon ausgehen, dass es ca. 4-5 Jahre dauert bis man vom “Windows ist toll” zum “Linux ist toll” portiert ist
Auch wenn ich schon ein wenig mit Linux umgehen kann, habe ich weder die Zeit noch die Lust mich mit solchen Aufgaben zu befassen. Daher ein klares Nein auf dem Desktop.
Meine Entscheidung ist für den Mac gefallen. Konkret auf das MacBook Pro. Vorher habe ich mich ausführlich mit dem Mac OS X beschäftigt und einfach dieses Abenteuer gewagt. Man hört immer wieder den Satz, dass ein Wechsler der von Windows zum Mac gegangen ist nicht wieder zurück will beziehungsweise ein solcher nicht bekannt ist
Zudem ist die Community vom flair und hilfsbereitschaft eine andere. Natürlich findet man auch sehr gut Hilfe in Windows-Foren aber in den Mac-Foren hört man weniger schnippiger Kommentare a la “rtfm” oder “suche benutzen”. Dies kann natürlich auch daran ligen, dass die Mac-Community noch nicht so gesättigt ist. Generell würde ich aber festhalten, dass man hilfsbereiter oder einfach nur offener ist.
Bei der Entscheidung welcher Mac es sein soll gab es die Wahl MacBook, MacBook Air oder MacBook Pro. Ein Notebook sollte es auf jeden Fall sein um unterwegs arbeiten zu können (ich ersetze ja mein IBM Thinkpad). Jedes hat nun eigene Vor- und Nachteile. Das MacBook Air ist sicherlich das leichteste und mobilste Notebook, aber dafür hat man einen fest eingebauten Akku, kein optisches Laufwerk und geringere Leistungsfähigkeit. Das MacBook Pro ist das Leistungsfähigste mit der höchsten Auflösung und sicherlich auch mit Abstand höchsten Preis. Das MacBook biete eine gute Mischung aus beiden uns sollte eigentlich für den Großteil der Anwender DIE Option sein.
Wie? Ich sag hier das das MacBook toll ist und kauf selber das MacBook Pro bei dem ich sag das es “teuer” ist? Ja, so bin ich. Snop durch und durch
Nein, natürlich gibt es gute Gründe warum man sich für das MacBook Pro entscheiden kann. So war mir z.B. die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur wichtig. Beim Thinkpad hatte ich schon danach geguckt, welches eine Lampe oben im Displayrahmen hat um den Tasten Licht zu spenden. Das ist gerade wenn man nicht im Büro mit guter Ausleuchtung sitzt sehr schön, da man ab und an auch mal nicht “blind” schreibt und nur eine einzelne Taste sucht. Zudem waren die Ausmaße und das Gewicht ein Hauptgrund für das Pro. Hier hat Apple wohl mit wenigen anderen Anbietern die Nase vorn. Das Design, Dicke (inkl. geschlossenen Display) und Gewicht sind einfach fantastisch. Zudem kann man zur Schonung des Akku zwischen einer OnBoard-Grafikkarte und einer Dedizierten umschalten. Einziger Hacken, dass man sich dazu Abmelden (nicht Neustarten) muss. Ansonsten ist die Auflösung mit 1440×900 das was ich für unterwegs benötige. Lediglich die ca. 20€ für einen Mini-Display -> Monitor (DVI oder VGA) sollte man gleich mit einrechnen um noch einmal auf einem großen Display (>20″ TFT) arbeiten zu können.
Woran sich der neue Mac-User auf jeden Fall schnell gewöhnen wird (muss!) ist, dass dass @-Zeichen nicht auf Alt Gr + Q sondern auf alt + L liegt. Ein Alt Gr gibt es nicht und wenn man die Taste die dort ist (cmd) und Q drückt schließt man in den meisten Fällen die Anwendung (sehr sehr ärgerlich!
) Dafür erhält man aber ein unheimlich schnelles Notebook. Und gerade die Aufweckzeit aus dem Ruhezustand finde ich atemberaubend. Auf das Display bin ich auch noch ein wenig gespannt, denn es ist mein erstes nichtmattes Display und ich denk das wird eine spannende Sache. Vor einigen Monaten hatte ich da an einem glänzenden Display gesessen und unheimlich viel Zeit damit verbracht nicht die Fensterscheibe statt dem Bildschirminhalten zu sehen
Warten wir es ab, aber die ersten Eindrücke sind gut und mit voller Displaybeleuchtung kann man auch einiges an Spiegelung “ausblenden”. Während der Zeit wo ich den Artikel geschrieben habe ist mir das “glossy” auf jeden Fall nicht aufgefallen und beim Angucken einer DVD ist der Bildschirm von den Farben und Bildschärfe schon fast göttlich







